Cacau – Ein Joker für Jogi Löw

Während Cacau in der brasilianischen Liga bei seinem ersten Proficlub Nacional AC Sao Paulo der sportliche Durchbruch verwehrt geblieben ist, ließ der kometenhafte Aufstieg in seiner deutschen Wahlheimat nicht lange auf sich warten. Mit starken Leistungen in der fünften Liga weckte er die Begehrlichkeiten manches Bundesligisten – und seit seiner Einbürgerung im Februar 2009 möchte auch Jogi Löw nicht mehr auf die Dienste des wieselflinken Stürmers verzichten. Die Fans können sich also auch bei der kommenden Europameisterschaft wieder auf Cacaus unwiderstehliche Antritte im nagelneuen DFB-Trikot freuen.

Die erste Bundesliga-Luft konnte der gebürtige Brasilianer beim 1. FC Nürnberg schnuppern, doch wurde er sich nach einer überzeugenden Premiersaison bald mit dem VfB Stuttgart einig. Den Schwaben hält er nun durch alle Aufs und Ab schon seit dem Jahr 2003 die Treue – und feierte hier mit der Meisterschaft 2007 auch seinen bisher größten Erfolg.

Seit Cacau die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt, ist er auch in der Nationalmannschaft zu einer echten Alternative geworden. Zwar hat der Bundestrainer gerade in der Offensive stets die Qual der Wahl, doch konnte der Stürmer bisher mit manch wichtigem Treffer das in ihn gesetzte Vertrauen stets rechtfertigen. Gerade als Ersatzspieler hat er seine Qualitäten unter Beweis gestellt: Kommt Cacau von der Bank, benötigt er kaum Anlaufzeit und strahlt von der ersten Sekunde an Torgefährlichkeit aus.

Bei der WM in Südafrika schoss er gegen Australien schon wenige Sekunden nach seiner Einwechslung sein erstes Tor; ein jedes Team kann sich glücklich schätzen, einen solchen Joker in den eigenen Reihen zu wissen – und den kann unserer Truppe bei Gruppengegnern wie Cristiano Ronaldo im Portugal Trikot und den Niederlanden gut gebrauchen.

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